Ein Abend im Club From Hell in Erfurt-Bindersleben ist eigentlich immer eine sichere Nummer. Auch wenn dort sonst eher die Metal-Kutten dominieren, funktioniert die Location überraschend gut für Synthpop – gemütlich, direkt, nah an der Band.

— Atmosphäre

Der Club hat diese unkomplizierte, heimelige Stimmung: Man kommt rein, fühlt sich sofort wohl und merkt schnell, dass hier Live-Musik im Vordergrund steht.

— Sound & Set

Musikalisch war das Ganze eine solide Sache. Die Band hat ihren Sound drauf – gleichzeitig merkt man als Fan, dass in den letzten Jahren wenig neues Futter kam. Über die Klassiker freut man sich natürlich, aber ein paar frische Nummern nach der langen Zeit wären schon stark gewesen.

— Menschlicher Moment

Richtig menschlich wurde es durch ein technisches Problem: Sänger Robert Enforsen hatte von Anfang an Stress mit seinen In-Ear-Kopfhörern. Er wirkte sichtlich irritiert, weil der Sound auf seinen Ohren wohl gar nicht passte – sein wildes Gestikulieren Richtung Technik-Pult war kaum zu übersehen.

Aber das Beste: Die Fans hat’s nicht gejuckt. Vor allem in den ersten Reihen wurde einfach unbeirrt weitergetanzt, während Robert oben mit der Technik kämpfte. Er hat sich professionell durchgebissen, bis alles wieder im Lot war.

— Nachklang

Einziger kleiner Kritikpunkt: Nach dem Gig war die Sache recht schnell vorbei. Eine richtige Aftershow, um noch ein bisschen länger zu bleiben, gab es nicht. Vielleicht liegt das auch am Erfurter Publikum, das nach dem Konzert oft zügig den Abgang macht.

Insgesamt war es ein ehrlicher Abend, der gezeigt hat, dass im Club From Hell die Leidenschaft für Live-Musik im Vordergrund steht.

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